Da ist der Wurm drin - Wurmbefall bei Hund und Katze

Spätestens, wenn es in der Hinterlassenschaft von Mieze oder Waldi weiß wimmelt, erkennt jeder Tierbesitzer: es ist an der Zeit für eine Wurmkur!
Aber leider zeigen sich die kleinen „Mitbewohner“ unserer Haustiere meistens gar nicht, und viele Hunde und Katzen laufen mit unerkanntem Wurmbefall herum. Die ausgeschiedenen Eier der Würmer, mit denen wir uns anstecken können, sind nämlich nur unter dem Mikroskop zu sehen.

Warum ist der Wurmbefall denn so schlimm?
Der Befall des Darms mit Parasiten kann bei Hund und Katze zu verschiedenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Störungen führen. Zum einen entziehen die Würmer dem Tier Nähr- und Vitalstoffen sowie Blut und Eiweiß. Teilweise scheiden die Parasiten auch Gifte aus, die das Wirtstier schädigen. Außerdem können sie das Immunsystem beeinflussen und so die Schutzwirkung von Impfungen gefährden. Bei Massenbefall können die Würmer auch den Darm oder die Gallengänge verstopfen und unter Umständen sogar Darmdurchrisse (Ruptur) mit tödlichem Ausgang verursachen. Zudem können die Larven von Rundwürmern, die während ihrer Entwicklung zum erwachsenen Wurm durch den ganzen Körper wandern, auch noch andere Organe wie das Herz, die Leber oder Lunge schädigen.Hakenwurm-Larve

Ansteckungsgefahr für Menschen!
Gerade kleine Kinder, die sich nach dem Streicheln der Lieblinge nicht die Hände waschen, nehmen schnell Wurmeier auf, die bei infizierten Tieren am ganzen Fell vorhanden sind. Durch ihr nicht vollständig ausgebildetes Immunsystem können sie sich dann nicht gegen den Wurmbefall „wehren“ und erkranken mitunter schwer. Aber auch ältere Menschen oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem (durch Krankheit oder Medikamente) können leicht erkranken. Bei der Wanderung der Wurmlarven durch den Körper oder deren Abkapselung zum Beispiel in der Leber können bleibende Schäden entstehen!

Entwurmung mindestens vierteljährlich
Daher sollten Hunde und Katzen in regelmäßigen Abständen, mindestens aber vierteljährlich, entwurmt werden. Die Entwurmungen sollten unabhängig davon durchgeführt werden, ob die Untersuchung einer Kotprobe zum Zeitpunkt der Behandlung positiv oder negativ ausfällt, denn für eine verlässliche Aussage über einen Wurmbefall muss der Kot des Tieres alle 4 Wochen untersucht werden. In Haushalten mit gefährdeten Menschen (Kinder, ältere Menschen, kranke oder immungeschwächte Personen) sollte monatlich entwurmt werden.

Wurmbefall auch bei reinen Wohnungskatzen
Bandwürmer im Größenvergleich Katzen, die draußen frei herumlaufen und Kontakt mit anderen Artgenossen sowie zu Nagetieren haben, sind natürlich einem bedeutend größerem Infektionsrisiko ausgesetzt als Katzen, die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden. Jedoch können auch hier über Straßenschuhe Parasiteneier eingebracht werden. Wurmeier können nämlich Wochen bis Monate, teilweise sogar Jahre lang außerhalb eines Wirts überleben und ansteckend bleiben.

Reicht es nicht, wenn ich mein Tier jährlich zur Impfung auch entwurmen lasse?
Leider nein! Eine Untersuchung der Tierärztlichen Hochschule Hannover hat gezeigt, dass der Anteil der Katzen mit Spulwürmern erst ab einem Entwurmungsintervall von 3-4 Mal jährlich sinkt. Eine 1-2 Mal jährliche Entwurmung beeinflusst den Anteil der Spulwurm-positiven Tiere nicht! Das heißt, wenn man nur jährlich entwurmt, verringert man das Risiko des Wurmbefalls fast gar nicht. Selbst durch regelmäßige vierteljährliche Entwurmungen kann ein Infektionsrisiko nicht vollständig ausgeschlossen werden (laut einer tiermedizinischen Studie von 2006). Um ganz sicher zu gehen, sollten Katzen mit Freigang also einmal im Monat entwurmt werden, insbesondere wenn die Tiere Kontakt zu Kleinkindern haben.

Wie entwurme ich richtig?
Man sollte unbedingt das genaue Gewicht seines Tieres kennen oder es beim Tierarzt gleich wiegen lassen, damit die Wurmkur richtig dosiert wird. Es gibt unterschiedliche Präparate zur Entwurmung: einige müssen über drei Tage gegeben werden, andere nur einmalig. In jedem Fall muss man sich genau an die Dosierungsanweisung des Tierarztes halten!
Viele Katzenbesitzer verzweifeln beim Eingeben von Tabletten und lassen daher schon einmal aus Bequemlichkeit eine Wurmkur aus – das ist ein großes Risiko! Darum lieber auf andere Präparate umsteigen, wenn die Tablette nicht geschluckt werden will. Es gibt auch Wurmkur in Pastenform oder zum Auftropfen in den Nacken. So steht der Wurmfreiheit auch bei widersetzlichen Katzen nichts im Weg!

Achtung: Welpen (sowohl Katzen als auch Hunde) sollten noch häufiger entwurmt werden als erwachsene Tiere! Hierzu beraten wir Sie gern in unserer Tierarztpraxis.

Mit der Wurmkur erleichtert man nicht nur seinem Tier das Leben, sondern schützt auch sich selbst vor Ansteckung!

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Tierarztpraxis Zuckerhaus
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